Projekt Nationale Schanzenanlage "Eschbach", in Einsiedeln

70-m-Schanze und 100-m-Schanze

Im Folgenden möchten wir kurz unser Projekt zur Nationalen Schanzenanlage "Eschbach" in Einsiedeln vorstellen und darlegen, welche Überlegungen uns zu unserer Lösung geführt haben.

Schanzenturm

Den Schanzenturm plazierten wir im Bereich der untersten Gates. Möglich wäre auch eine Plazierung im Bereich der obersten Gates.

Die Vor- und Nachteile der beiden Varianten sind folgende:

  • Turm im Bereich des untersten Gates
    +



    Niedrigere Kosten



    +/-  Ästhetik?
    +

    Die Springer nutzen die untersten Gates am häufigsten und sind daher beim Ausstieg aus dem Turm bereits in der Nähe ihrer Absprunggates.
    +


    Die Springer können zu den Gates HOCH-laufen. Dabei können sich die Springer nochmals aufwärmen.
     

    +


    Die Schanze wirkt weniger wuchtig.


  • Turm im Bereich des obersten Gates
    -


    Höhere Kosten
    Gründe: Der Turm wird deutlich höher (-> mehr Materialverbrauch, höherer Lift), keine Einsparungen beim Anlauf.
    +/- Ästhetik?
    -


    Die oberen Gates werden selten genutzt.
     


    -


    Die Springer müssen zu den Gates HERUNTER-laufen, was mit den Sprungschuhen und mit Sprungskis auf dem Rücken nicht einfach, ja sogar gefährlich ist.
    -

    Durch den grösseren Materialverbrauch wirkt die Schanze wuchtiger, was im Hinblick auf die Diskussion um den Gestaltungsplan von Nachteil sein könnte.

Für einen Turm "zuoberst" spricht also lediglich ein allfälliges subjektives ästhetisches Empfinden.
Da die Schanze in erster Linie aus sportlichen Gründen gebaut wird, haben wir uns für die Bedürfnisse der Skispringer entschieden und den Turm, wie bei modernen Schanzen üblich, bei den untersten Gates plaziert.

Aufwärmraum

Die günstigste Lösung wäre es, den Aufwärmraum neben den Schanzen zu plazieren. Aus betrieblichen Gründen muss der Aufwärmraum aber auf dem Turm sein. Die Breite haben wir so gewählt, dass die Springer bequem den Anlauf erreichen können.

Unser Aufwärmraum kann ausserhalb der Trainings auch touristisch genutzt werden. Wir haben den Aufwärmraum zweigeteilt, um die Aussicht auch Richtung Einsiedeln zu ermöglichen.

Ansicht Süd-Ost
Ansicht von vorne mit transparentem Anlauf
Die Aussichtsplattform von oben
Anlauf

Der obere Teil des Anlaufs (mit den Gates) ist rund 17 m auskragend. Im Querschnitt sind 2 voutenförmige Unterzüge vorhanden.
Im Bereich des Turms beträgt die maximale Trägerhöhe ca.3.35 m.
Die Unterzüge setzen sich im untern Teil des Anlaufs fort, bis zum Beginn der Ausrundung, wo auch eine Stütze steht.

Der ausgerundete Bereich wird stützenfrei ausgeführt. Er wird lediglich auf Zug beansprucht.

Der Anlauf von oben - Man beachte die schlanke, nicht vorgespannte Konstruktion
Der Anlauf von unten mit den Unterzügen

Das gewählte statische System nützt die schanzentechnischen Randbedingungen in optimaler und logischer Weise:

+ keine hochbeanspruchten Teile,
+ dadurch wird ein schlanke Konstruktion ermöglicht (-> geringer Materialverbrauch),
+ ohne dass eine teure Vorspannung erforderlich ist.

Es handelt sich daher um die günstigstmögliche Lösung.

Technischer Bericht / Pläne


Weitere Informationen können sie unserem Leitet Herunterladen der Datei einTechnischen Bericht (0.15 MB) sowie den Plänen Leitet Herunterladen der Datei ein100-m-Schanze (0.2 MB) und Leitet Herunterladen der Datei einSituation (0.9 MB) entnehmen.

(Der Technische Bericht sowie die Pläne sind pdf-Dateien.
Für das Betrachten dieser Dateien ist der Acrobat Reader erforderlich.
Der Acrobat Reader kann hier heruntergeladen werden.)